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Unser alter Turmix-Handmixer konnte eines Tages nur noch im Rückwärtsgang betrieben werden. Der Schalter liess sich einfach nicht mehr nach rechts zu den fünf Stufen im Vorwärtsgang bewegen. Mein Mann wollte ihn entsorgen, weil es sich ja sicher nicht mehr lohne, das gegen zwanzig Jahre alte Stück reparieren zu lassen. Es war klar, dass der Motor in Ordnung war. Vielleicht lag es ja nur an einem verklemmten Schalter. Ich versprach, einen Flick-Versuch in einem Repair-Café zu unternehmen. In den Wochen bis dahin haben wir halt einfach im Rückwärtsgang gemixt.

Für den Besuch im Repair-Café habe ich mir extra etwas zum Lesen mitgenommen, aber ich konnte meinen «Patienten» sofort registrieren lassen. Ein älterer Herr nahm mich mit in den ersten Stock, wo auf einem Tisch fein säuberlich Werkzeuge ausgelegt waren. Zum Glück sei es ein altes Markenprodukt, so der pensionierte Ingenieur. Heute werde bei den chinesischen Billigprodukten mehr und mehr verleimt oder verschweisst, reparieren sei gar nicht vorgesehen. Er drehte und wendete den Mixer, um eine Öffnung zu finden. Es war ein rechtes Geduldspiel.

Lag mein Mixer erst einmal offen auf dem Tisch, wurde der Fehler schnell gefunden und behoben. Noch ein Tropfen Öl, zusammensetzen und ein kurzer Test – alles perfekt. Ich bedankte mich herzlich, legte ein Zehnernötli in die Spendenkasse und fuhr glücklich mit meinem neuen-alten Mixer nach Hause. Auch mein Mann hat sich gefreut.

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Stories for future wurde von Moritz Jäger und Gabi Hildesheimer von Tsuku ins Leben gerufen. Die Stiftung Mercator Schweiz unterstützt das Projekt mit einem finanziellen Beitrag. Weitere Interessenbindungen bestehen nicht.

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